SÜSS UND HERB MARZIPAN UND ROTSPON

Zwei Produkte sind weltbekannte Markenzeichen für Lübeck geworden – Marzi¬pan und Rotspon. Es gibt zahlreiche Legenden, die sich um Marzipan ranken. Ei¬ne davon besagt, dass Lübeck um 1407 belagert wurde und eine Hungersnot herrschte. Daher befahl der Senat den Bäckern, aus den Mandel- und Zucker¬vorräten ein Brot herzustellen, das Marzipanbrot. Ein gewitzter Lübecker ging da-raufhin mit den Broten vor die Tore zu den Feinden und verteilte sie mit den Wor¬ten, dass sie zuviel davon hätten und es sonst verderbe. Als die Feinde das hör¬ten, zogen sie ab, da sie glaubten, die Lübecker nicht aushungern zu können.
Im Mittelalter war Marzipan in Europa nur als kostbares Heil- und Stärkungs¬mittel bekannt und hieß auch Apothekenkonfekt, da seine Herstellung bis zum 18. Jh. Privileg der Apotheker war. Das Rezept des begehrten Mandel-Zucker-Ge- misches kam aus dem Orient, ebenso die Rohstoffe. Nur die Wohlhabenden konn¬ten es sich leisten, und es war nicht nur Medizin, sondern auch kostbares Gast¬geschenk an Königs- und Fürstenhöfen. Erst Anfang des 19. Jh. wurde mit der Gewinnung von Rübenzucker Marzipan auch für weniger Betuchte erschwinglich. Nun war das Rezept kein Geheimnis mehr und auch die Zuckerbäcker machten sich, vor allem zur Weihnachtszeit, an die Ausformung der köstlichen Masse. Berühmt aber wurde das Lübecker Marzipan durch den jungen Konditor Johann Georg Niederegger.
Bevor 1865 Schaufenster in Mode kamen, präsentierten Konditoren in so ge¬nannten Weihnachtsausstellungen ihre Wunderwerke, von Brezeln, Früchten oder farbigen Tierfiguren bis zum Holstentor – wobei es vom Marzipanschwein über 500 Varianten gibt. Für die Ausformung von Torten und Reliefs schnitzten die For¬menschneider Holzmodeln. Bald gingen einzelne Motive in Serie, und man ver¬wendete statt der Holzformen nur solche aus gehärtetem Schwefel, aus denen sich das Marzipan besser lösen ließ.
Für den Transport der süßen Ware benutzte man Spanschachteln. So ent¬wickelte der Lübecker Buchbinder Johannes Moll (1860) verschieden gefaltete Pappschachteln. Die Außenflächen nutzte man als Werbeträger und beklebte sie mit kunstvollen Etiketten, die von Lübecker Lithografen entworfen wurden. Im 19. Jh. waren damit etwa zehn Lithografen beschäftigt; ihre Etiketten sind im Mus¬terbuch von Karl Hemberg (1820-98) zu sehen. Nach dem Ersten Weltkrieg er¬setzte man Ranken und Verzierungen durch Jugendstilmuster. Alfred Mahlau (1894-1967) schuf die neuen Entwürfe mit der Silhouette der Stadt, die noch heu¬te verwendet werden.
Auch die zweite Lübecker Spezialität, der Rotspon, hat eine interessante Ge¬schichte. Schon im 14. Jh. luden Salzschiffe auf der Rückfahrt von der Biskaya als Beifracht Fässer mit französischem Bordeaux-Wein. In Lübeck angekommen, soll¬te er reifen. Dabei färbten sich die weißen Eichenspan-Fässer intensiv rot, was dem Wein den Namen gab: Rotspon, abgeleitet vom niederdeutschen Spon (Span). Die Lagerung in den Lübecker Weinkellern mit der spezifischen Tempera¬tur und dem Seeklima gab dem ursprünglichen Bordeaux einen besonderen Ge¬schmack und verbesserte seine Qualität, was schon Napoleon auffiel, als er mit seinen Truppen Lübeck besetzte und die Weinkeller plünderte.
Noch heute wird die Bezeichnung Rotspon nur für Weine französischen Ur¬sprungs verwendet, die bis zur Flaschenabfüllung in Lübecks Kellern nachreifen. Private Händler durften diese Weine verkaufen, allerdings mit unterschiedlichen Genehmigungen. Schankgerechtigkeit erlaubte es, den Wein an sitzende oder ste¬hende Gäste auszuschenken. Das Zeichen dafür war der Weinkranz über der Tür, wie man es am Schabbelhaus noch sieht. Traubengerechtigkeit erlaubte den Händ¬lern, geschlossene Weine ab einer Flasche zu verkaufen. Sie wurde mit einer Wein¬traube über der Tür deutlich gemacht, wie sie noch zwei Weinhandlungen in der Beckergrube und der Alfstraße besitzen.

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DIE HANSE

Die Hanse (german. Schar, Gefolge), ursprünglich eine Gemeinschaft Fernhandel treibender Kaufleute aus Gotland, entwickelte sich zur Vereinigung deutscher Kauf¬leute zum Schutz ihrer Handelsinteressen im Ausland. Im 13. und 14. Jh. entstand daraus die »dudesche Hanse<, ein Städtebündnis, dessen Macht von den Nieder¬landen bis nach Weißrussland reichte und das Kontore (Niederlassungen) in Brüg¬ge, London, Visby, Bergen, Antwerpen und Nowgorod unterhielt.
Das größte Verdienst der Hanse war die Verbindung des Ostseeraums, der Roh¬stoffkammer des Nordens, mit Westeuropa. Rund 70 See- und Binnenstädte gehörten dem Zusammenschluss an, etwa 130 weitere waren lose angegliedert. Das Besondere war, dass die Hanse niemals offiziell gegründet wurde und weder Verfassung noch Siegel hatte. Gültig waren lediglich die Beschlüsse der Hanse-tage. Bei Zusammenkünften wurden Streitfragen geklärt, neue Geschäftsbezie¬hungen angeknüpft, wichtige Handelsabkommen eingefädelt, politische Entschei¬dungen forciert oder verhindert und sogar »Gewinn bringende’ Ehepartner vermit¬telt. Wer sich nicht an die getroffenen Abmachungen hielt, wurde >verhanst<, aus dem Bund ausgeschlossen, und verlor die hansischen Privilegien.
Die Mitglieder der Hanse wollten den Handelsverkehr friedlich, doch ohne Ein¬schränkung ihrer Handelsfreiheit abwickeln. Besonders mit Dänemark lag man in Fehde, nachdem König Waldemar IV. Atterdag die Heringsfangplätze in Schonen eingenommen und Visby zerstört hatte. Der 1361 angezettelte Krieg führte im zwei¬ten Anlauf zum Sieg überden Dänenkönig. Im Frieden zu Stralsund (1370) erreichte die Macht der Hanse ihren Höhepunkt. Mit ihren seetüchtigen, besonders breiten Handelsschiffen, den Koggen, waren die Mitglieder der Hanse in aller Welt unter¬wegs und beherrschten bald den nordeuropäischen Handel. Der dänische Reichs¬tag durfte von nun an keinen König mehr ohne Zustimmung der Hanse wählen und die Hansemitglieder erkannten den Rat von Lübeck als oberste Rechtsinstanz bei Streitigkeiten an. Damit war Lübeck die »Königin der Hanse’.
Gegen Ende des 15. Jh. wuchs jedoch der Widerstand gegen die Vormacht der Hanse. 1494 ließ der russische Großfürst Iwan III. das Hansekontor von Now¬gorod schließen. 100 Jahre später erwirkten auch die englischen Kaufleute von ihrer Regierung eine Schließung des Kontors in London. Das Ende der Hanse kam mit dem Dreißigjährigen Krieg, der den Handel zum Erliegen brachte, sowie der Entdeckung Amerikas, da nun der Handelsweg von Nord- und Ostsee gegenüber dem Atlantik an Bedeutung verlor. 1669 fand der Hansetag zum letzten Mal statt, seither führt Lübeck gemeinsam mit Hamburg und Bremen die Hansetradition bis heute weiter. Damit war das erste gemeinsame Wirtschaftssystem, sozusagen der Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft, aufgelöst. 1980 führte die hollän¬dische Stadt Zwolle den Hansetag wieder ein, der sich im Lübecker Hansetag bis heute hält.

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Lübeck und die Lübecker Bucht 7

Von Travemünde nach Norden
Timmendorfer Strand
Reiseatlas: S. 239, E 3 Der erste Kurgast kam 1865, ein Pas¬tor Gleiß aus Curau; 20 Jahre später wurde das erste Hotel eröffnet. Heute gibt es derer viele, und Gäste finden in dem >Nobelort< neben Kurhäusern und Sanatorien auch ein Eissport- und Ten¬nis-Centrum (ETC, Tel. 04503/50 20) sowie zwei 18- und 20-Loch-Golfplät- ze. Den 8 km langen Sandstrand be¬grenzen Dünen, Heckenrosen sowie die von Bäumen gesäumte Promena¬de.
Neben alten Villen, Hotels, Restau¬rants, Cafes und Boutiquen finden sich die Kuranlagen mit der Trinkkur- halle, in der man Meerestiefwasser mit und ohne Orangensaft erhält. Den schönsten Blick auf den Ort und die Umgebung hat man von der See¬brücke. Mitten durch die Fußgänger¬zone verläuft der markierte 54. nördli¬che Breitengrad.
Vor allem an Wochenenden trifft sich am Strand und auf der Promena¬de der Jet-Set. Kinder zieht es an die Kurpromenade Nr. 5, zum Sea-Life. In dem Riesenaquarium beobachtet man die Lebewesen der Nord- und Ostsee aus der Nähe, vor allem im 8 m langen Plexiglastunnel, in dem man Haien Aug in Aug gegenübersteht.

Scharbeutz und Haffkrug
Reiseatlas: S. 239, D 2/3 Die beiden Orte, die sich zu einer Bä¬dergemeinschaft zusammengeschlos¬sen haben, eignen sich wegen des fla¬chen Strandes ideal als Urlaubsort für Familien. Von jedem Quartier aus kommt man schnell zum feinen Sand¬strand. Abends trifft man sich an den beiden Seebrücken. An der Strand¬straße findet man ein Trampolin mit Hängegurten und einen kleinen Mini-golfplatz.
Leider ist der Strand in Scharbeutz wegen Kurtaxen-Pflicht mit Draht ein¬gezäunt. Von Haffkrug hat man dage¬gen noch einen freien Blick auf die Ost¬see. Auf der Promenade im Schar- beutzer Zentrum kann man einkaufen, flanieren oder in einem der vielen Cafes sitzen.
Zahlreiche Schautafeln mit Informa¬tionen über die Meeresbewohner be¬gleiten die Spaziergänger auf dem Fischlehrpfad in Haffkrug. Wer mehr über das Leben im Meer wissen möch¬te, sollte sich der kostenlosen Führung des Fischmeisters Kuno Geberbauer anschließen.
Ruhe und viel Natur findet man auf Spaziergängen und Wanderungen um das Erholungsgebiet Pönitzer Seen¬platte, in der Scharbeutzer Heide und der Neukoppel im Hinterland.

Sierksdorf
Reiseatlas: S. 239, D 2 Der alte Ortskern von Sierksdorf bietet noch Ursprüngliches. Das moderne Sierksdorf an Strand und Promenade zieht Wassersportler an. Schräg ge¬genüber zeigt das Erste Deutsche Ba¬nanenmuseum etwa 10 000 Expona¬te (Professor-Haas-Str. 59, Tel. 04563/ 83 35, Sa, So 11-13 Uhr).
Vom Haus des Gastes, neben dem ein Abenteuerspielplatz liegt, führt ein Pfad zur Steilküste und an den Strand. Hier kann man abseits vom Trubel ba¬den und sich sonnen.
Der Maler Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Mitbegründer der Künst¬lergemeinschaft Die Brücke, verbrach¬te mehrere Sommer in Sierksdorf und malte dort viele seiner Spätwerke. Die Broschüre »Stummer Rundgang« zeigt die Motive seiner Bilder. Im Haus des Gastes wurde Schmidt-Rottluff zu Eh¬ren eine Dokumentation eingerichtet.

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Lübeck und die Lübecker Bucht 6

Travemünde
Reiseatlas: S. 239, E 3 Knapp eine halbe Stunde fährt man von Lübeck zu seiner »schönsten Toch¬ter«. Joseph Freiherr von Eichendorff beschrieb sie zu Beginn des 19. Jh., und auch später ließen sich viele Dich¬ter von dem Ort inspirieren, der 1187 von Graf Adolf III. von Schauenburg als Stützpunkt an der Travemündung ge¬gründet wurde.
Über Jahrhunderte hinweg lebten die Travemünder vom Fischfang und der Schifffahrt, im Jahre 1802 baute der Architekt Joseph Christian Lillie das Kurhaus und Travemünde wurde ein mondänes Seebad. Zu den ersten Gästen zählte Joseph Freiherr von Ei-chendorff. Ihm folgten Matthias Clau¬dius, Emanuel Geibel, Wilhelm Raabe, Thomas Mann und Clara Wieck.
Noch mehr Zulauf erhielt das Bad, als 1822 die erste Spielbank ihre Tore öffnete. Nun versuchten auch Besu¬cher von weit her, wie die Dichter Niko¬lai Gogol, Fjodor Dostojewski und Iwan Turgenjew, dort ihr Glück und verspiel¬ten nicht selten Flab und Gut. Von 1873 bis 1948 war das Kasino geschlossen. Als Mitglied im Norddeutschen Bund war Lübeck der Betrieb einer Spielbank verboten. Im Jahre 1949 wurde das Ka¬sino wieder geöffnet.
Nach dem Besuch von Kaiser Wil¬helm II., der mit seiner Jacht »Meteor« eine Wettfahrt veranstaltete und damit die Travemünder Woche einleitete, war das Seebad weithin bekannt. 1957 er¬hielt es den Titel Ostseeheilbad.
Noch immer trifft man sich zu jeder Jahreszeit in der Vorderreihe. Die Ufer¬straße mit der hübschen Fläuserzeile ist eine Flaniermeile mit FHotels, Restau¬rants und Boutiquen. Im Vogteige¬bäude aus dem 14. Jh. am Beginn der Vorderreihe wurden Deckenmale¬reien aus dem 17. bis 18. Jh. entdeckt. Auffallend ist die verzierte Rokokotür. In die ehemalige Polizeiwache wird nach den Renovierungsarbeiten ein Cafe/Restaurant einziehen.
St. Lorenz-Kirche
Gleich um die Ecke findet man um die St.-Lorenz-Kirche das alte Tra¬vemünde mit kleinen Fläusern wie et¬wa dem Fachwerkhaus aus dem 16. Jh. in der Jahrmarktstraße 13, ei¬nem der ältesten Wohnhäuser. Die St. Lorenz-Kirche wurde im 16. und 17. Jh. über den Resten des romanischen Vor¬gängerbaus errichtet (Besichtigung Di-Fr 9-12, 13-16 Uhr, Do 10.30 Uhr 30 Min. Orgelmusik, Juni-Sept. regel¬mäßig Konzerte). Besonders schön ist die mit geometrisch-ornamentalen Mustern reich bemalte Flolzbalken- decke (1602). In der Einrichtung domi¬nieren barocke Elemente wie beim Al¬tar des Bildhauers Flieronymus Jacob Flassenberg (1723) und der Kanzel (1735). Gotischen Ursprungs sind der Christuscorpus des Triumphkreuzes sowie die Flolzskulptur des hl. Jürgen mit dem Drachen.
Leuchtturm und Strandpromenade
An alte Zeiten erinnert der rote Back- stein-Leuchtturm, das älteste er¬haltene Seezeichen der Küste. 1539 errichteten holländische Maurer den Turm, der nach einem Blitzeinschlag 1829 wie¬der aufgebaut wurde. Seit 1974 weist das Leuchtfeuer Schiffen nicht mehr den Weg. Das Blinkfeuer auf dem Dach des Maritim-Hotels mit einer Feuerhöhe von über 100 m übernimmt nun dessen Aufgabe. Das maritime Museum in dem vollständig restaurierten Gebäude gibt Einblicke in die Geschichte der Leucht¬feuertechnik (Mai-Juni/Sept.-Okt. Mi-So 10-17, im Sommer auch Di 10-18 Uhr). Vom Umgang eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Trave-Mün- dung und die Uferpromenade.
Die anschließende Strandpromenade reicht bis zum Möwenstein und be¬grenzt einen langen und sehr feinen Sandstrand. Er ist breit genug (bis 100 m), dass sich Sonnenanbeter, Kinder auf dem Abenteuer-Spielplatz oder sport¬lich Aktive nicht in die Quere kommen.
Priwall
Die Halbinsel jenseits derTrave erreicht man nur mit der Fähre. Der Fährplatz mit den Märkten und neuer Gastrono¬mie lädt zum Verweilen und Schauen ein: auf den Fährbetrieb und das un- gezähmte Gegenüber des noblen Ba¬destrands; Dünen und wilde Fle-ckenrosen säumen den Strand. Ein Vo¬gelschutzgebiet im Südwesten der Insel lädt zum Spazieren und zur Be¬obachtung seltener Vögel ein.
Im kleinen Hafen ankert die »Passat«, ein Schwesterschiff der gesunkenen »Pamir«. Die 115 m lange Viermastbark war von 1911 bis 1951 ein reines Se¬gelschiff. Seine letzte Reise machte es 1957 von Hamburg nach Buenos Aires. Vom Deck des Schiffes bietet sich ein schöner Blick auf die gegenüberlie¬gende Altstadt von Travemünde (Tel. 04502/52 87, Mitte Mai-Sept. 10-17, in der Nebensaison Sa. u. So 11-16.30 Uhr, Hochzeiten Mo, Di-Nachmittag ab 15 Uhr, Tel. 04502/122 5202).
Der Wanderweg am Brodtener Steilufer entlang bis zum 6 km ent¬fernten Niendorf wird regelmäßig land¬einwärts verlegt, da die Küstenlinie pro Jahr tatsächlich um etwa einen halben Meter zurückweicht. Nach ungefähr 2,5 km erreicht man die Hermanns¬höhe mit dem gleichnamigen Re¬staurant. Sie wurde nach dem Lü¬becker Bürgermeister Hermann Feh¬ling benannt, der einst den Wanderweg anlegte.

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Lübeck und die Lübecker Bucht 5

Domviertel
Die St. Annenstraße mündet in die Mühlenstraße. Unter der Nr. 44 befand sich das Wirtshaus im blauen Engel, das Heinrich Mann als Vorbild für das Lokal Blauer Engel im Roman »Profes¬sor Unrat« diente. Von dort gelangt man durch die Straße Fegefeuer zum Paradies, der Vorhalle des Doms, die Mitte des 13. Jh. dem Hauptportal vor¬gesetzt wurde. Dort wurde Recht ge¬sprochen und Asyl gewährt, denn hier endete die städtische Gerichtsbarkeit.
Den Grundstein für die romanische Basilika legte Heinrich der Löwe im Jahre 1173. 1266 wurde die Kirche zum dreischiffigen gotischen Dom erweitert (10-18, im Winter bis 16 Uhr). Beim Bombenangriff 1942 brannte das mächtige Gotteshaus aus. Es dauerte mehrere Jahrzehnte, bis der Dom wie¬der aufgebaut war.
Von der Ausstattung sind Kunstwer¬ke des 14. bis 17. Jh. erhalten, deren ältestes ein kleiner gotischer Löwe ist, der auf den Stifter hinweist. Eindrucks¬voll ist auch das 17 m hohe Triumph¬kreuz mit der Christusfigur in zweifa¬cher Lebensgröße (1477), ebenso wie der Marienaltar mit Einhornjagd (1506) und der Wandschrein mit den Schutz¬patronen Johannes d. Täufer und Ni¬kolaus (um 1475).
Südlich des Domes, am Mühlen¬damm 1-3, dokumentiert das Museum für Natur und Umwelt die Erdge¬schichte sowie die Tierwelt Schleswig- Holsteins, ausgestorbene, wie die 10 Mio. Jahre alten >Pampauer Wale« und auch einige lebende Exemplare in Terrarien und Aquarien (Tel. 0451/122 41 22, April-Sept. Di-Fr 9-17, Sa, So ab 10, Okt.-März bis 16 Uhr).
Der Backsteinbau des 1594 errich¬teten ehemaligen Zeughauses fällt vor allem durch den Renaissancegie¬bel auf. Von einer Fassadennische überwacht der Kriegsgott Mars, der einst die städtischen Waffen schützte, das Geschehen. Heute birgt das Zeug-haus die Völkerkundesammlung zu Geschichte und Gegenwart meist außereuropäischer Völker. Eine Attrak¬tion ist die ägyptische Mumie aus der Zeit von 664-525 v. Chr. (Parade 10, Tel. 0451/1224342, Di-So 10-17).
Vom Zeughaus sind es nur ein paar Minuten zur Straße An der Obertrave und zur Rossmühle mit Dacherker und Windenaufzug. Die Kornmühle aus dem 18. Jh. wurde einst durch Pferde¬kraft betrieben. Zu Beginn des 20. Jh. wurden in der Mühle Wohnungen ein-gerichtet (Nr. 43).
Ausflug nach Gothmund
Reiseatlas: S. 239, D/E 4 Das alte Fischerdorf Gothmund ver¬steckt sich am Rand der Schellbruch- wiesen nordöstlich von Lübeck. Man parkt oberhalb des Ortes und geht zu Fuß in den Fischerweg, an reetgedeck¬ten Fachwerkhäusern vorbei zum Ufer der Untertrave.
Ganz in der Nähe des Industriege¬biets ist man plötzlich umgeben von Bauerngärten, Fischkuttern und auf¬gespannten Netzen. Man sollte die Privatsphäre der Anwohner achten und nicht einfach ungefragt die Gär¬ten betreten. Noch heute haben die Fischer das ausschließliche Fisch¬recht auf der Trave.
Unten am Ufer hat man den schöns¬ten Blick auf die hinter Reet verborge¬nen Häuschen. Dort führt ein Wander¬weg zunächst an der Untertrave entlang bis in das Naturschutzgebiet Schell- bruch, das zu ausgedehnten Spazier¬gängen einlädt. An der Beobachtungs-station des Stadtforstamts informieren Schautafeln.

Ausflug nach Bad Segeberg
Reiseatlas: S. 238, B 3/4 Wer in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August in Schleswig-Holstein ist, soll¬te die Karl-May-Spiele in Bad Sege¬berg 30 km westlich von Lübeck nicht versäumen. Der Gipsberg ist die idea¬le Kulisse für die Indianerspiele, bei de¬nen die Akteure sogar durch die Zu¬schauerreihen galoppieren.
Vor Beginn und in den Pausen hat man Gelegenheit, sich eine Western¬stadt (Indian Village) anzusehen, den Boten Manitus, einen Adler, aus der Nähe zu bestaunen oder Ausstellungen über indianische Kultur anzuschauen.
Der Karl-May-City-Express fährt während der Festspielzeit von Montag bis Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr durch die Altstadt von Bad Segeberg. Haltestellen sind der Karl-May-Platz und der Marktplatz. Reist man mit dem Nahverkehrszug von den Bahnhöfen in Schleswig-Holstein oder von Hamburg an, erhält man gegen Vorlage des Fahr¬scheins einen ermäßigten Eintrittspreis.
Die bizarr beleuchteten Kalkberg¬höhlen mit der Fiedermaus-Kolonie so¬wie das neue Fledermaus-Zentrum Noctalis sollte man ebenfalls besu¬chen (s. a. S. 19).

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Lübeck und die Lübecker Bucht 4

Burgkloster und -tor
Das Kulturforum Burgkloster und das Museum für Archäologie haben sich im größten mittelalterlichen Kloster Norddeutschlands eingerichtet (Hinter der Burg 2-4, Tel. 0451/1224184, April-Sept. Di-So 10-17, Okt.-März bis 16, Sa u. So ab 11, Führung Sa 11.30 Uhr). Als Dank für den Sieg über die Dänen in der Schlacht bei Bornhöved gründeten die Lübecker 1227 das Kloster an der Stelle der alten Burg von 1143. Nur das Sommerrefektorium (Lange Halle) ist spätromanisch; Kreuz¬gang, Winterspeisesaal, Kapitelsaal und Sakristei wurden nach dem Stadt¬brand 1276 gotisch neu gestaltet.
Seit der Reformation war das Kloster Armenhaus, ab Ende des 19. Jh. Ge¬richtsgebäude und Gefängnis. Aus jener Zeit stammen der Schöffengerichtssaal und zwei Zellen samt Mobiliar, die man besichtigen kann. Die ständige Ausstel¬lung »Pfeffer & Tuch für Mark & Duka¬ten« erzählt vom Handel der Hanse, ei¬ne Fotodokumentation gibt Einblicke in das jüdische Leben in Lübeck.
Vom Kloster sind es nur ein paar Schritte zum Burgtor, dem nörd¬lichsten der ehemals vier Stadttore, das 1444 vollendet und 1685 mit einer barocken Haube versehen wurde. Es wird vom Marstallgebäude und dem Zöllnerhaus von 1571 mit einem Terra- cotta-Fries eingerahmt. Zu Beginn des 20. Jh. wohnte die Schriftstellerin Ida Boy-Ed in dem Haus, eine frühe För¬derin von Thomas Mann. In den Zim¬mern befindet sich heute die Handwe¬berei von Ruth Lobe (Tel. 0451/75929).
Königstraße und >Höfe<
Das Behn- und das Drägerhaus aus dem 18. Jh., Königstraße 9 und 11, sind Teil des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte. In den hellen Räu¬men kann man Gemälde des 19. und 20. Jh. von Johann Friedrich Overbeck, Caspar David Friedrich, Oskar Ko-koschka (»Blick auf den Koberg«) und Maria Slavona betrachten. Ange¬schlossen sind eine Galerie mit Werken zeitgenössischer Maler sowie Fest-und Repräsentationsräume der Bür¬germeister und Senatoren (Tel. 0451/ 12241 48, April-Sept. Di-Fr 11-17, Sa u. So ab 10, Okt.-März bis 16 Uhr). Im Garten steht der Pavillon der Over¬beck-Gesellschaft, des fast 80 Jahre alten Lübecker Kunstvereins.
In der Glockengießerstraße findet man zwei heute noch bewohnte Stifts¬höfe des 17. Jh., den Füchtingshof, Nr. 23-27, mit aufwändigem Sand¬steinportal und den Glandorps Hof im Haus Nr. 41-51, beides Wohnanla¬gen für Witwen von Schiffern und Kauf-leuten sowie für Bedürftige.
Das Günter Grass-Haus in der Glockengießer Straße Nr. 21 widmet sich der Bildkunst des Literatur-Nobel¬preisträgers (Tel. 0451/1224192, Mo-So 10-18, Juni-März 11-17 Uhr). Es werden im Wechsel auch seine Wer¬ke aus der bildenden Kunst, der Lite-ratur und der Musik gezeigt.
Die Museumskirche St. Kathari¬nen in der Königstraße zeigt eine prächtige Westfassade aus roten und schwarzglasierten Ziegeln. In den Blendnischen der Vorderfront stehen drei Plastiken von Ernst Barlach (1930-32) und fünf Werke von Gerhard Mareks (1947/48). Die Kirche dient heute als Ausstellungsraum (Tel. 0451/ 122 41 80, April-Sept. Mo-So 10-18 Uhr). Gezeigt werden unter anderem eine Kopie der lebensgroßen St. Jür¬gens-Gruppe (um 1500) und das Gemälde »Erweckung des Lazarus« von Jacopo Tintoretto (1576).
An der Ecke zur Tunkenhagen Stra¬ße steht das mit 2,80 m schmälste Lü¬becker Haus aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. Der hintere Giebel eines der ältesten Bürgerhäuser Lübecks in der Dr.-Julius-Leber-Straße 13 stammt aus der Zeit um 1230, der Vordergiebel von 1460. Seit 1812 ist darin die Löwen¬apotheke untergebracht.
St. Aegidien und St. Annen
Auch auf der Ostseite der Stadt gibt es zahlreiche Wohngänge. Der Verbin¬dungsgang (Nr. 46) zwischen Aegidien- und Wahmstraße wird Unnerbüx ge¬nannt, da er zwei Ausgänge zur Wahm¬straße und einen zur Aegidienstraße besitzt. Diese führt auf die St. Aegi- dienkirche, die seit jeher das Got¬teshaus der kleinen Leute war und auch heute noch sehr beliebt ist (Di-So 10-16 Uhr). Die romanische Hallenkir¬che wurde im 14. Jh. umgebaut und 1446 mit einem Chor versehen. Im Krieg blieb die kleinste der fünf Lü-becker Kirchen unversehrt, sodass auch ihre Kunstschätze (vom 13. bis 18. Jh.) gut erhalten sind.
Die großen, unebenen Bodenstein¬platten tragen zur ganz eigenen At¬mosphäre bei. Sehenswert sind der Lettner (Singechor, 1586/87), die Bron¬zetaufe (1453), der Barockaltar (1701) und die Kanzel (1708). Am meisten berührt das spätromanische, hölzerne Relief des segnenden Christus aus dem 13. Jh. unter dem Lettner. Musi¬kantenputten krönen den spätba¬rocken, in warmem, hellem Holz ge¬haltenen Orgelprospekt (1625). Der Lü¬becker Bach-Chor führt regelmäßig Konzerte in der Aegidienkirche auf.
Das jüngste und prächtigste der Klöster, das St. Annenkloster, wur¬de bis 1515 für Augustinernonnen errichtet und diente später u. a. als Ar¬menhaus. Heute ist dort ein Museum für Kunst- und Kulturgeschichte unter¬gebracht, das mittelalterliche Kunst¬werke aus Lübecks Kirchen zeigt so¬wie eine kulturhistorische Sammlung bis zum 19. Jh. Der Neubau der Kunst¬halle St. Annen präsentiert Malerei nach 1945 (St. Annen-Str. 15, Tel. 0451/ 12241 37, April-Sept. Di-Fr 11-17, Sa u. So ab 10, Okt.-März bis 16 Uhr).

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Lübeck und die Lübecker Bucht 3

Das Rathaus
ln unmittelbarer Nähe ihrer Kirche bau¬ten die Lübecker ihr Rathaus, das wie ein Märchenschloss aussieht. Viel¬leicht liegt es daran, dass das Gebäu¬de über mehrere Jahrhunderte (13.-15. Jh.) entstand und jeder Bauherr sich etwas ganz Besonderes ausdachte. Der großen Schaufassade (Südwand), die man 1435 mit Türmen und Wind¬löchern versah, wurde im 16. Jh. eine Renaissancelaube aus grauem Sand¬stein vorgesetzt.
Die Renaissancetreppe an der Ost¬fassade stammt aus dem Jahre 1594 und der holzgeschnitzte Erker am Lan¬gen Haus von 1586. Die bronzenen Beischlagwangen (1452) beiderseits der Bänke vor dem Rathaus waren Sitzflächen, die abends »beigeschla¬gen« (hochgeklappt) wurden. Sie dien¬ten einst als Schiedsstätte für kleinere Streitfälle.
Der Audienzsaal aus dem 18. Jh. wurde als Gerichtsort genutzt. Der Saal hat zwei unterschiedlich hohe Eingän¬ge: Die Verurteilten mussten gebeug¬ten Hauptes durch die niedrige Tür hi¬nausgehen, während der Rat und die Richter mit ihren großen Hüten den Saal erhobenen Hauptes verließen. Am Eingang zeigen Backsteinsäulen noch die alte, fast schwarze Glasur, die aus Ofenruß, Rinderblut und Salz herge¬stellt wurde (Führungen Mo-Fr 11,12 und 15 Uhr, Tel. 0451/122 10 05).
Der Ratskeller, das alte Weinlager, ist eine historische Gaststätte. Auf dem Rathausplatz findet montags und don¬nerstags ein Wochenmarkt statt.
Breite Straße und Koberg
Das Marzipan des Cafe Niederegger in der Fußgängerzone Breite Straße hat Lübeck mindestens ebenso bekannt gemacht wie das Holstentor. Im Muse¬um im zweiten Stock erfährt man alles über Marzipan und steht überlebens¬großen Marzipan-Figuren gegenüber.
Die Breite Straße führt auf den Ko¬berg, vorbei an den Häusern der Kaufmannschaft (Breite Str. 6-8), vom Anfang des 19. Jh. Unter der Nummer 2 findet man das Haus der Schiffergesellschaft. Das zweige¬schossige Backstein-Treppengiebel¬haus von 1535 wurde als Versamm¬lungshaus der Schiffer erbaut und mit einem Dreimaster als Wetterfahne ge¬krönt. Ein Rokoko-Oberlicht schmückt den Eingang. Im historischen Restau¬rant sitzt man an langen Tischen, die aus Bohlen alter Schiffe gefertigt sein sollen (Tel. 0451/76770, 11-17 €). Rechts neben dem Eingang führt eine Treppe hinab zum so genannten Got¬teskeller, in dem die Ärmsten für Gott¬eslohn, d. h. umsonst, wohnen durften.
Auf dem Koberg, den auch Oskar Kokoschka malte, ragt die Schifferkir¬che St. Jakobi aus dem 13. Jh. mit vier Kupferkugeln am Turmhelm empor (Di-So 10-18, im Winter bis 16 Uhr, Or¬gelvesper Sa 17 Uhr). Die kleine Kirche besitzt Malereien und Kunstgegen-stände aus dem 14. bis 17. Jh., unter anderem eine Empore aus dem Jahre 1640 mit Tafelbildern und eine reich ge¬schnitzte Wendeltreppe aus dem Jah¬re 1619. Die Brömbse-Kapelle birgt ei¬nen figurenreichen Sandsteinaltar (um 1500). In der Turmkapelle steht als Ge¬denkstätte für die vielen auf See Ge¬bliebenen das Rettungsboot der »Pa¬mir«, die 1957 sank. Nur sechs der 86 Seeleute überlebten.
Die Ostseite des Platzes nimmt das Heiligen-Geist-Hospital ein, das von dem zu Wohlstand gelangten, einstigen Waisenknaben Bertram Mor- neweg (»Morgen will ich weg«) mitge¬stiftet und 1286 eingeweiht wurde – ei¬ne der ältesten Sozialeinrichtungen Europas.
Das Hospital besteht aus einer Hal¬lenkirche mit gotischen Fresken und dem 87 m messenden Langen Haus, in dem die Betten für die Bedürftigen standen. Um 1820 wurden hölzerne Budenreihen (Kabäuschen) als Schlaf¬kammern eingebaut, die noch bis 1970 bewohnt waren (Am Koberg, Tel. 0451/7907841, Di-So 10-17Uhr). All¬jährlich findet in den Räumen ein elftä¬giger Weihnachtsmarkt mit Kunst¬handwerk statt. Neben dem Hospital steht die Bronzeplastik von Emanuel Geibel, der 1815 in Lübeck geboren wurde und 1884 in der Königstraße Nr. 12 verstarb. Geibel schrieb das Ge¬dicht »Der Mai ist gekommen«.
In der Kleinen Burgstraße wurde das ehemalige Kranenkonvent zwi¬schen 1260 und 1280 als Beginenhaus erbaut, später diente es als Armen- und Siechenhaus.
Gängeviertel
Gänge wie in Lübecks Altstadt sind nir¬gendwo sonst in Deutschland zu fin¬den. Als Heinrich der Löwe Anfang des 12. Jh. die Stadt anlegte, bildeten die Häuser zur Straße hin eine einheitliche Front. Die Wohngevierte umschlossen große Freiflächen, Hagen genannt, die als Garten oder Hof genutzt wurden. Um 1400 wuchs die Bevölkerung von Lübeck so stark an, dass Wohnraum geschaffen werden musste. Da man nicht jenseits der Flüsse bauen wollte, errichtete man kleine Häuser auf den Hagen und schaffte die schmalen Zu¬gänge.
Eine der >gängereichsten< Straßen ist die Engelsgrube. Ihr Name bezieht sich auf die englischen Schiffe, die in der Nähe ankerten. In der Engelsgrube 66 dokumentiert das Museum Haus Hansestadt Danzig die Geschich¬te und das kulturelle Erbe der Stadt Danzig und ihrer Bewohner (Tel. 0451/ 77 303, Mo-Fr 10-12 Uhr). Von dem Haus Nr. 43 geht der Bäckergang ab, bei dem man etwas genauer hinschau- en sollte: Auf den Backsteinen der Um¬mauerung sieht man die Spuren von Tieren, die über die noch feuchten Stei¬ne gelaufen waren. Von der Straße En¬gelswisch zweigt der Hellgrüne Gang ab, der mit einer Balkenhöhe von nur 1,50 m den niedrigsten Zugang von Lü¬beck besitzt.

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Lübeck und die Lübecker Bucht 2

Weg in die Altstadt
Die Insellage Lübecks ermöglicht eine erste Erkundung mit dem Schiff. Fußgänger müssen immer eine Brücke überqueren, um in die Altstadt zu ge¬langen. Eine der interessantesten ist die Puppenbrücke, von der man zu¬gleich auch den schönsten Blick auf Lübeck hat. Sie erhielt ihren Namen nach den Sandsteinskulpturen auf dem Geländer – etwa den berühmten Mer¬kur mit dem »bloßen Podex«.
Die Puppenbrücke führt auf das Holstentor, das zwei Löwen bewa¬chen. Sie machten ihre Sache bisher gut, denn das Wahrzeichen der Stadt konnte 1863 vor dem Abriss bewahrt werden. Das von 1464 bis 1478 erbau¬te Stadttor war das mittlere von drei hintereinander gestaffelten Toren.
Die beiden wuchtigen Türme stehen wegen des morastigen Untergrunds und der uneinheitlichen Fundamentie¬rung schon seit der Errichtung schief. Die Feldseite trägt die Inschrift »Con- cordia Domi Foris Pax«< – drinnen Ein¬tracht, draußen Friede. An der Stadt-seite stehen, in Anlehnung an Rom, die Buchstaben S.P.Q.L. (Senatus Popu- lusque Lubecensis – Der Senat und das Volk von Lübeck; die Lübecker machten daraus »Schlechtes Pflaster quält Lübeck«),
Heute beherbergt das Holstentor ein Museum für Stadt- und Seefahrtsge¬schichte und zeigt Funde aus Alt-Lü¬beck, Schiffs- und Hausmodelle sowie im Keller alte Folterwerkzeuge (Hols¬tentorplatz, Tel. 0451/122 41 29, April-Sept. Di-Fr 11-17, Sa u. So ab 10, Okt.-März bis 16 Uhr).
Auf dem Weg in die Altstadt kommt man an alten Salzspeichern vorbei. In sechs Backsteingiebelhäusern aus dem 16. bis 18. Jh. wurde das aus Lü¬neburg herbeitransportierte Salz gela¬gert, das »weiße Gold des Nordens«. Das Salz wurde auf flachen Kähnen über den Stecknitzkanal verschifft und dann auf Koggen nach Nordeuropa und Russland exportiert. Als die He¬ringsschwärme in der Ostsee kleiner wurden und die Skandinavier das preiswertere Salz von der Nordseeküste kauften, wurden in den Speichern Getreide oder Holz gelagert. Heute nutzt ein Modehaus die Gebäude.
Die Holstenbrücke trennt Ober- und Untertrave mit dem alten Holstenhafen. Neben dem Anleger für Kanal- und Ha¬fenrundfahrten hat dort auch das Feu¬erschiff »Fehmarnbelt« festge¬macht, das besichtigt werden kann (Mi ab 17 Uhr, Tel. 0451/76068). Im neuen Hafen weiter nördlich werden vor allem Holz und Papier umgeschlagen.

Mengstraße und Marienkirche
Die Häuser des Patrizierviertels zwi¬schen Meng- und Holstenstraße wurden zum größten Teil 1942 zerstört. Er¬halten blieben zwei Renaissance-Kauf¬mannshöfe (Mengstr. 48-50), deren Einrichtung in Anlehnung an zerbomb¬te Häuser zusammengestellt wurde. Das Schabbelhaus beherbergt ein feines, italienisches Restaurant.
Im Buddenbrookhaus (Mengstr. 4) wohnten zwischen 1841 und 1891 die Großeltern der Brüder Heinrich und Thomas Mann. An deren 1904 abge¬rissenes Elternhaus in der Breite Straße 38 erinnert nur noch eine Stele.
Der ‘Schauplatz« des Romans »Die Buddenbrooks« beherbergt das Hein¬rich und Thomas Mann-Zentrum mit ei¬ner Dokumentation über das Leben und Wirken der beiden großen Schrift¬steller. In einer Vitrine wird an den Lyri¬ker und Dramatiker Erich Mühsam er-innert, der 1934 im Konzentrationsla¬ger Oranienburg ermordet wurde (Tel. 0451/122 41 90, tgl. 10-18, im Winter 11 bis 17 Uhr).
Gegenüber ragt die alte Rats- und Marktkirche St. Marien als Wahr¬zeichen der stolzen und freien Bürger Lübecks empor (10-16 Uhr, Gewölbe¬führungen, April—Okt. Sa 15.15 Uhr, Ju- ni-Sept. auch Mi). Einem Holzbau aus dem Jahre 1163 folgte eine romani¬sche Backsteinkirche, die nach dem Stadtbrand von 1251 zu einer goti¬schen Basilika ausgebaut wurde.
An einer Außenmauer sitzt ein stei¬nernes Männlein, das auf der Suche nach dem Tod auf ein Gesims geklet¬tert und dort beim Warten zu Stein ge¬worden war. Der Name der Briefkapel¬le, mit dem Süderturm 1310 begonnen, erinnert daran, dass hier, unter dem von Granitsäulen getragenen Sternen¬gewölbe, einst die öffentliche Schreib¬stube war.
Die Totentanzkapelle im nördlichen Querarm wurde nach dem Lübecker Totentanzfries von Bernt Notke (1463) benannt. Im Buntglas des Nordfensters (1955/56) wurde das Thema wieder aufgenommen.
In der fast 40 m hohen Kirche blie¬ben viele Kunstwerke des 14. bis 18. Jh. unversehrt, darunter Wandmalerei¬en und das Bronzetauffass mit Relief¬figuren aus dem 14. Jh. Der Antwerpe- ner Marienaltar (1518) zeigt, vollständig geöffnet, vergoldete Holzschnitzereien der Spätgotik, in der Mitte Marias Tod umgeben von Aposteln (die Brille des linken Apostels wurde nicht etwa nachträglich angebracht).
Die riesige astronomische Uhr faszi¬niert auch die kleinen Besucher, da al¬le herausfinden können, auf welchen Tag ihr Geburtstag bis zum Jahr 2080 fallen wird.
Eine Sage rankt sich um das Sand¬steinrelief »Rosenbaum mit Maus« an einer Säule hinter dem Chor: Um das Jahr 1200 wurde Lübeck allerorten um seine Rechte und Freiheiten beneidet. Als eines Tages die Dänen vor den To¬ren standen, blieben die Bürger zuver¬sichtlich. Denn so lange der Rosen¬baum vor der Marienkirche grünte, so hieß es, würde der Rat allen Belage¬rungen standhalten. Am Morgen aber war der Rosenbaum abgestorben, weil eine Maus ihr Nest darin gebaut und die Jungen die Wurzeln angenagt hat¬ten. Da verließ die Lübecker ihr Mut, und sie ergaben sich den Dänen. Nachdem die Stadt wieder frei war, wurden Baum und Maus als Symbol dafür, dass auch kleine Dinge große Wirkungen haben können, in Stein ge¬hauen und in die Marienkirche gestellt. Fortan musste jeder Handwerksgesel- le die Maus anfassen – oder er war nie in Lübeck gewesen.
Berühmt war die Marienkirche schon seit dem 17. Jh. Franz Tunder (1614 bis 1667) und Dietrich Buxtehude (1637 bis 1707) waren zwei der Organisten, welche die Lübecker Abendmusiken einrichteten. Auch Georg Friedrich Händel (1703) und Johann Sebastian Bach (1706) kamen nach Lübeck, um bei Meister Buxtehude zu lernen. Fleu¬te finden die Lübecker Abendmusiken jeden Donnerstag im Juli und August statt. Die Künstler spielen auf der mit 8512 Pfeifen und 101 Registern grö߬ten mechanischen Orgel der Welt aus dem Jahre 1968.

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Lübeck und die Lübecker Bucht

DIE HANSESTADT UND UMGEBUNG
Lübeck, die traditionsreiche Hansestadt der großen Namen und des süßen Geschmacks. In der Umge¬bung reihen sich Badestrände aneinander: Trave¬münde, Niendorf, Timmendorfer Strand, Haffkrug/ Scharbeutz und Sierksdorf.
Lübeck
Reiseatlas: S. 239, D 4 Lübecks Altstadt umfließen Trave und Wakenitz, in deren glitzerndem Wasser sich geschichtsträchtige Bürgerhäuser spiegeln, Handelshäuser mit reich ver¬zierten Fassaden, Kirchtürme, Klöster und Stiftshöfe – ein märchenhafter An-blick. Mit den berühmten Töchtern und Söhnen der Stadt kann man auf eine Zeitreise durch Geschichte und Archi¬tekturgeschichte von der Gotik bis zum Klassizismus gehen.
Seit jeher bestimmten Kaufleute die Geschicke der Stadt, die sich zum Um¬schlagplatz des Ost-West-Handels entwickelte. Auf zehn Einwohner kam ein Handelsschiff – das brachte auch Geld für die Kultur. Kunst und Handel trafen sich, was sich in den stolzen Bau¬ten ablesen lässt.
Eine einzige Bombennacht vom 28. auf den 29. März 1942 legte ein Fünf¬tel der Altstadt in Schutt und Asche; trotzdem biieben mehr Bauwerke aus dem 13. bis 15. Jh. erhalten als an¬derswo in Norddeutschland. Dank des Renovierungseifers der Stadt und vie¬ler Bürger wurde die Lübecker Altstadt 1987 in die UNESCO-Liste des Welt¬kulturerbes aufgenommen.
Aber nicht nur das Holstentor, die Buddenbrooks oder Marzipan ziehen Besucher in das -lebendige Museum-, Man sollte die geschäftige Stadt mit ihren Kontrasten zu Fuß entdecken: die Stille der Hinterhöfe mit kopfstein¬gepflasterten, schmalen Gassen und Gängen ebenso wie das pulsierende Leben auf den breiten Straßen.
Das Schleswig-Holstein Musik Fes¬tival hat seinen Hauptsitz in Lübeck, die Nordischen Filmtage finden hier all¬jährlich statt, Galerien und Museen, das Kunsthaus und die Overbeck-Ge¬sellschaft bieten reichlichen Kunstge¬nuss, und die Lübecker Abendmusik ist die älteste Konzertreihe der Welt.
Lübecks Geschichte
Schon Anfang des 9. Jh. stand 6 km nördlich vom heutigen Lübeck, am Zu¬sammenfluss von Schwartau und Tra¬ve, eine Burg der Obotriten: Liubice (die Liebliche/Alt-Lübeck). Heinrich der Löwe gründete die heutige Stadt 1159 auf dem Hügel zwischen Wakenitz und Trave. Bereits ein Jahr später war Lübeck Bischofssitz und 1226 Freie Reichsstadt. Durch den Beitritt in die Hanse um 1300 nahm die Stadt eine zentrale Rolle in der nordeuropäischen Wirtschaft ein. Um freien Zugang zur Ostsee zu haben, erwarben Kaufleute den Hafenort Travemünde (1329) und bauten den Stecknitzkanal (1398) als Verkehrsweg von der Elbe zur Ostsee. Damit festigten sie bis ins 16. Jh. Lü¬becks Vormacht als »Königin der Hanse«.
Am 6.11.1806 erstürmte Marschall Bernadotte die Stadt, die dann vier Jahre lang zum Napoleonischen Kai¬serreich gehörte. Wegen der von Na¬poleon verhängten Kontinentalsperre konnten viele Handelsfirmen ihren Ver¬pflichtungen nicht mehr nachkommen, und Lübeck zahlte lange an seinen Schulden.
Erst im Zuge der Industrialisierung erholte sich die Stadt durch den Bau des Elbe-Lübeck-Kanals (1900) und die Ansiedlung kleinerer Betriebe. 1937 verlor Lübeck durch das »Groß-Ham- burg-Gesetz< die Reichsfreiheit und wurde dem Land Schleswig-Holstein zugesprochen.

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Die Holsteinische Schweiz 4

In der Umgebung von Eutin
im Dodauer Forst westlich von Eutin steht seit 1891 ein Briefkasten für Ver¬liebte. Um die 500 Jahre alte Bräuti¬gamseiche, deren Astloch in 4 m Höhe als Briefdepot dient, ranken sich ro¬mantische Geschichten. So soll sich ein slawischer Häuptlingssohn in die Toch¬ter eines Wendenfürsten verliebt haben. Um diese Liebe zu unterbinden, ent¬führte deren Vater den Geliebten. Das Mädchen aber konnte seinen Liebsten schließlich durch eine List wieder be¬freien. Zum Dank für die Rettung pflanz¬te er eine Eiche.
Der Begriff >Bräutigamseiche< geht auf Fürstbischof Adolf Friedrich zurück, unter dessen Regierung ein Jüngling erst dann heiraten durfte, wenn er ei¬nen Baum gepflanzt hatte. Die Post an >Die Bräutigamseiche, Dodauer Forst, 23701 Eutin- wird täglich um 12 Uhr vom Postillon d’amour abgeholt.
Der von Wald umgebene Uklei-See besitzt einen eigenartigen Zauber. Einst sollen sich dort ein Graf und ein Bau¬ernmädchen in einer Kapelle die Treue geschworen haben. Als der Edelmann dann doch einer Gräfin die Ehe ver¬sprach, starb das Bauernmädchen vor Kummer. Seine Seele aber nahm wahr¬haft bittere Rache. Während der Trau¬ung ging ein gewaltiger Wolkenbruch nieder und verschlang die Kapelle mit¬samt den Brautleuten und Gästen. Übrig blieb nur der See, aus dem abends bei ruhigem Wetter das Glö-ckchen der Kapelle ertönt.
Über einen Treppenaufgang erreicht man das spätbarocke Jagdschlöss¬chen, das der Fürstbischof Friedrich August 1776 für seine Gemahlin als Teehaus erbauen ließ. Heute finden dort im Sommer Konzerte statt (Tou¬rist-Büro, Markt 19, Tel. 04521/70970). In dem romantischen Ambiente kann man auch heiraten (Tel. 04521/856 12). Eine Wanderung um den Uklei-See dauert etwa eine Stunde.
Das über 760 Jahre alte Dorf Schönwalde liegt am Fuße des be¬waldeten Bungsbergs. Zu den Kost¬barkeiten der Feldsteinkirche aus dem 13. Jh. zählen die Kanzel aus dem 17. Jh. sowie der spätbarocke Holzaltar und der lebensgroße Taufengel aus dem 18. Jh. Im Garten bilden Pasto¬ratsscheune und Gemeindesaal mit Reetdächern ein malerisches Ensemble.
Um den Dorfteich herum stehen die Ruhsalkate, ein um 1830 erbautes Ar¬menhaus, das Hahnsche Haus (1837), Alterssitz des Schönwalder Organisten und Hauptlehrers, die ehemalige Dorf¬schule von 1786 (heute Jugendherber¬ge), die alte Apotheke sowie das Schul¬haus von 1823 mit dem Dorfmuseum Schönwalde (Tel. 04528/737,15.5.-30.9. Di, Fr 16-18 Uhr, Juli, Aug. auch So).
Die Sammlung dokumentiert das Leben der Bauern und kleinen Leute im späten 19. und frühen 20. Jh. Kinder können hier mit alten Geräten hantie¬ren. Im »Ool Sprüttenhus«, dem alten Feuerwehrgebäude, sieht man eine funktionsfähige Schmiede.
Ein 45-minütiger Spaziergang führt von Schönwalde zum Bungsberg, dem 167 m hohen >Gipfel< Schleswig- Holsteins. Wenn Schnee liegt, ist ein kleiner Schlepplift in Betrieb. Von der Aussichtsplattform des Fernmeldeturms am Bungsbergplatz blickt man aus 43 m Höhe weit über das Land. Wenige Meter daneben versteckt sich der 22 m hohe Elisabethturm, den man wegen Baufälligkeit nicht betreten kann.
In Kirchnüchel geht die ehemalige Wallfahrtskirche St. Marien aus dem 13. Jh. auf eine heilkräftige Quelle zu¬rück. Turmhalle, Schiff und Chor des einschiffigen Feldsteinbaus sind etwa gleich groß, was der Kirche ein wehr¬haftes Aussehen verleiht.
Innen nehmen die Buntglasfenster den Blick gefangen. Ihre Farben spie¬geln sich in der nur 7 cm hohen Elfenbeinmadonna aus dem 14. Jh. Neben der barocken Sandstein-Taufe findet man die Grabkapelle der Grafen Brock¬dorff auf Kletkamp mit reich stuckier- tem Spiegelgewölbe (um 1700).

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